Auf einen Blick

Editorial

Liebe Gemeinde, liebe Lesenden!
Wir Menschen haben grundsätzlich drei Arten mit Bedrohungen, Krisen und Angst umzugehen: Entweder wir gehen direkt zum Gegenangriff über, wir nehmen die Beine in die Hand und fliehen oder wir machen das Opossum: wir stellen uns tot. Welche der drei Varianten ist Ihre? Dass wir so handeln, liegt nur bedingt in unserer Entscheidungsgewalt und hat damit zu tun, dass unser Gehirn im absoluten Krisenmodus von Großhirn zur Amygdala umschaltet, und dann laufen automatisierte Prozesse ab, die der Menschheit schon im Kampf mit Säbelzahntigern das ein oder andere Mal geholfen haben.
Der Monatsspruch für Juni steht diesen Urinstinkten gegenüber:

Moses sagte: Fürchtet Euch nicht!
Bleibt stehen und schaut zu, wie der
Herr euch heute rettet! (Ex 14,13)

Die Israeliten fliehen. Hinter sich das gewaltige ägyptische Heer, vor sich das Schilfmeer. Die Chancen, unversehrt aus dieser Misere herauszukommen: Schlecht. Egal, ob sie Gegenangriff, Flucht oder Totstellen wählen. Und in dieser Situation sagt Mose diesen Satz: Fürchtet Euch nicht! Bleibt stehen und schaut zu, wie der Herr euch heute rettet!

Stehenzubleiben und auf das heilvolle Eingreifen Gottes zu warten ist in dieser Situation mehr als eine Zumutung. Es ist eine Überforderung und geht gegen alle Urinstinkte. Und doch: Die Israeliten vertrauen. Sie schaffen es, sich ganz in die Hand und Fürsorge Gottes zu begeben. Das Ende der Flucht ist bekannt: Mose teilt das Schilfmeer, die Israeliten durchqueren es unbeschadet, während das ägyptische Heer in den Fluten versinkt. Das Vertrauen der Israeliten in Gott hat sich als Rettung erwiesen.

In unseren, hoffentlich nicht ganz so dramatischen Alltagen, sind die Rettungstaten Gottes meistens nicht ganz so augenfällig wie das Teilen von Wassermassen, aber sie sind da und in kleinen Dingen immer wieder erkennbar: In einem Geistesblitz, in einer helfenden Hand, in einer glücklichen Fügung.
Der Monatsspruch will uns sicherlich nicht dazu animieren, die Hände in den Schoß zu legen und in allen Situationen und Herausforderungen unserer Alltage auf Gottes Eingreifen zu vertrauen. Er möchte uns vielmehr daran erinnern, dass es von Zeit zu Zeit, gerade wenn die Dinge ausweglos erscheinen, gut und hilfreich sein kann, nicht in hilflosen Aktionismus zu verfallen, sondern durchzuatmen und sich auf Gottes Zusage zu besinnen. Er hält uns und ist bei uns. Wir können nicht tiefer fallen als in seine Hand.

Ich wünsche Ihnen und Euch eine schöne Sommerzeit, einen schönen Urlaub, so dieser ansteht und Gottes Segen.

Ihre und Eure Iris Weiner

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